Probeweise Ausweitung des Fährbetriebs im Oberen Mittelrheintal

Ab dem 1. April 2012 startet die probeweise Ausweitung des Fährbetriebs im Oberen Mittelrheintal am Standort St. Goarshausen - St. Goar als Alternative zur Mittelrheinbrücke.

Das Modellprojekt bringt noch keine Planungssicherheit für die Zukunft, weil es nur bis 2016 läuft. Nach den nächsten Landtagswahlen wird die Frage der Mittelrheinbrücke bzw. die Ausweitung des Fährbetriebs erneut diskutiert werden.

Die Höhe der Kosten des Modellprojekts sind noch unklar, denn sie sind von der Nutzung des Angebots abhängig. Die Kosten ergeben sich aus der Differenz der "Realkosten für die Ausweitung" und der "Einnahmen während der Ausweitung".

Die Landesregierung hat für die Ausweitung des Fährbetriebs jedoch eine Kostenobergrenze festgelegt, diese aber nicht veröffentlicht.

Im Jahr 2014 wird die Landesregierung das Modellprojekt anhand von Nutzungsfrequenz und Kostendeckung bewerten.

Fährzeiten am Standort St. Goarshausen - St. Goar

Modellprojekt Vorher
01.05. - 30.09.
PLUS
Sommer
Vorher
01.10. - 30.03.
PLUS
Winter
Werktags 05:30 - 24:00 06:00 - 23:00 1:30h 06:00 - 21:00 3:30h
Sonn- und Feiertags 06:30 - 24:00 08:00 - 23:00 2:30h 08:00 - 21:00 4:30h

Positiv

Am Standort St. Goarshausen - St. Goar verkehrt die Fähre Loreley VI im Rahmen eines Modellprojekts des öffentlichen Personennahverkehrs, um die Verkehrssituation im Oberen Mittelrheintal zu verbessern.

Die Landesregierung verspricht sich von diesem Standort einen effektiven Einsatz der öffentlichen Mittel, um das Vorhaben "Verbesserung der Verkehrssituation im Oberen Mittelrheintal" wirtschaftlich zu gestalten.

Negativ

Die Standorte Kaub - Engelsburg und Boppard - Filsen wurden nicht berücksichtigt.

Positiv

Die probeweise Ausweitung des Fährbetriebs soll bis zum 31. März 2016 laufen.

Negativ

Preiswertere Tickets für Anwohner und Vielfahrer bis hin zum Nulltarif, wie es die BI Rheinpassagen fordert, hat die Landesregierung nicht umgesetzt.

Laut Gutachten der RWTH Aachen stellt ein gebührenpflichtiger Fährbetrieb ein spürbares Hemnis für die Nutzer dar; er stellt nicht die Freizügigkeit einer kostenlosen Verbindung her. Insofern wären dann deutliche Abschläge bei der Nachfrage anzunehmen. Das hat zur Folge, dass die beabsichtige strukturelle Entwicklung nicht mehr als erreichbar angesehen werden kann. [1]

Positiv

Die Gastronomie, deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist begrüßt die Ausweitung des Fährbetriebs. Ihr ist es nun endlich möglich auch Mitarbeiter von der jeweils gegenüberliegenden Rheinseite einzustellen.

Negativ

Die Chance das tatsächliche Verkehrsaufkommen einer kostenlosen Rheinquerung zu messen und somit eine inhaltliche Vergleichbarkeit zwischen den Welterbe-Fähren und der geplanten Mittelrheinbrücke herzustellen, wurde vertan.

... weil ein gebührenpflichtiger Fährbetrieb ein spürbares Hemmnis für die Nutzer darstellt und daher nicht die Freizügigkeit herstellt, wie eine kostenlose Verbindung. Insofern wären dann deutliche Abschläge bei der Nachfrage anzunehmen. Das hat zur Folge, dass die beabsichtige strukturelle Entwicklung nicht mehr als erreichbar angesehen werden kann und somit keine inhaltliche Vergleichbarkeit zu einer festen Querung mehr besteht. [1]

Positiv

Die Fähre Boppard - Filsen ist seit dem 01.04.2012 im VRM.
Die Fähre St. Goarshausen - St. Goar ist seit dem 01.08.2004 im VRM.

Negativ

Die Fähre Kaub - Engelsburg ist nicht im VRM.

Die vom Elsass betriebenen Rheinfähren

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[1] Verkehrliche Bewertung einer Brücken-, Tunnel- oder Fährverbindung im Mittelrheintal bei St. Goar - Gutachten der RWTH Aachen für das Land Rheinland-Pfalz

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Quelle: Foto Loreleyfelsen Felix König
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