Kaub – Stadt der Winzer, Lotsen und Leienbrecher

Das Rheinstädtchen Kaub, ursprünglich Stadt der Winzer, Rheinlotsen und Leienbrecher (Arbeiter im Schieferbergbau) ist bekannt durch die im Rhein gelegene Burg Pfalzgrafenstein. Die Stadt kann auf eine mehr als tausendjährige, durch schriftliche Zeugnisse belegte Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1324 verlieh Ludwig der Bayer seinem Kaub die Stadtrechte. Außerdem ließ er ab etwa 1326 zur Sicherung des Zolls und besseren Überwachung der Rheinschifffahrt einen Zollturm auf der Rheinaue bauen, der nach Erweiterung als „Pfalzgrafenstein“ zu Kaubs Wahrzeichen wurde.

Quelle: Wappenbuch der Verbandsgemeinde Loreley

Weitere Zeitzeugen

Foto Stadt Kaub

Oberhalb von Kaub liegt die Burg Gutenfels, die diesen Ehrennamen erhielt, nachdem Stadt und Burg einer 39-tägigen Belagerung im Bayrisch-Pfälzischen Erbfolgekrieg wiederstanden.

Blücherdenkmal

Berühmt wurde Kaub durch den preußischen General Blücher, der in der Neujahrsnacht 1813/1814 mit Hilfe der Kauber Lotsen und einer Pontonbrücke seine 60.000 Mann starke Armee und 20.000 Pferde über den Rhein setzte, um Napoleon aus Deutschland zu vertreiben.

Daran erinnert das imposante Blücherdenkmal am Rheinufer.

Blüchermuseum

Foto Stadt Kaub

1780 wird der Bau des Gasthauses „Stadt Mannheim“ hier in der Metzgergasse vermutlich nach Plänen des kurpfälzischen Baumeisters Franz Wilhelm Rabialatti vollendet. Die sog. Schildgerechtigkeit, also die Schankerlaubnis wurde aber schon 1764 für das Haus „Stadt Mannheim“ durch die kurpfälzische Hofkanzlei erteilt. In der Neujahrsnacht 1813/14 diente das Haus mit seinen Räumlichkeiten Blücher als Hauptquartier. Seit 1913 beherbergt das Haus das Blüchermuseum, welches zum Teil einmalige Exponate aus der Zeit der deutschen Befreiung aufzuweisen hat. Das Museum kann täglich, außer Montags, besucht werden.

Stadtbefestigung

Quelle: Foto Stadt Kaub

Der Mainzer Torturm, ehemaliger Bestandteil der Stadtbefestigung; heute wird er privat von der Kauber Volksbank genutzt, die ihn in jüngster Zeit auch liebevoll saniert hat. Die bereits 1275 erwähnte Stadtmauer mit Wehrgang sicherte die Rheinfront von Kaub. Sie führte vom Turm der heutigen ev. Kirche bis zum Amtsturm am kurpfälzischen Amtshaus. Heute dient der Rest der Stadtmauer als Hochwassernotweg.

Quelle: Foto Stadt Kaub

Zollstation Pfalzgrafenstein

Eine Fahrt mit der Fähre zu der nie zerstörten Burg Pfalzgrafenstein auf der Insel im Rhein ist ein Erlebnis. Hier kann man sich in die Welt der Zöllner und Kaufleute vergangener Jahrhunderte versetzen lassen.

Texte mit freundlicher Unterstützung der Stadt Kaub

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Foto Kaub: DXR [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons